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Ostsee Rundfahrt
1 Woche mit dem Bike an der Ostsee entlang



Kurz vorm Start in Greifswald Sattelt die Pferde und ab - der Sonne entgegen… … ups… falscher Film. Also noch mal von vorn…

Gepäck gut auf dem Motorrad verstaut, letzter Check – es kann losgehen zu einer Woche Motorrad-Urlaub an der Ostsee im Juli 2004



Startpunkt ist Berlin (28 Grad, die Frisur sitzt *g) zur Ostsee-„Rund“fahrt quer über Usedom-Rügen-Darss.


Über die B109 geht es Richtung Greifswald, welches eine schöne historische Innenstadt und einen super alten Seglerhafen hat. Weiter geht es über kleine Landstraßen auf die Insel Usedom mit den altbekannten Seebädern Zinnowitz, Heringdorf, Ahlbeck. Jetzt endlich Richtung Strand, Motorrad an der Strandpromenade geparkt, raus aus den Motorrad-Klamotten und rein in die Shorts (Frisur im Eimer – tja so ist das ebend) – war bestimmt ein tolles Schauspiel für die anderen Leutchen, die grad im Café gegenüber ihren Kuchen in Hüftgold verwandelten ;o) Ab an den Strand und wenigstens mit den Füßen mal die eisige Ostsee getestet, man will ja schließlich nicht als Weichei gelten *g Anschließend wieder zurück, das gleiche Klamotten-Spiel in umgekehrter Reihenfolge und wieder rauf auf den Bock – Zwischenstop in Polen – unsere Zigaretten waren alle.

2. Tag – Fahrt nach Peenemünde zur „Juliett U-461“, dem größten U-Boot Museum der Welt. Alles selbst inspizieren können in den Tiefen eines U-Bootes. Die „Julliet 461“ wurde 1961 gebaut und war bis 1991 in Betrieb. Bei den Maßen von 85,90 Länge und 9,70 m Breite und ca. 80 Mann Besatzung hätte ich totale Panik bekommen, mit dem teilweise arg veralteten Blechdings bis an die 33 Tage unter Wasser zu sein. U461 Neben dem U-Boot Museum ist auch das "Historisch-technische Informationszentrum", "HTI". Die Wiege der Raumfahrt, unbedingt sehenswert. Alles in allem ist Usedom eine kleine Insel, die man bequem an einem Tag „umrunden“ kann, so richtig kurvige Strecken wird man vermissen, dafür ist es super geil, zwischen den Baumalleen dem Sonnenuntergang entgegen zu fahren. Eh es am nächsten Tag nach Rügen geht, ist also erst noch mal ne Mütze Schlaf angesagt. Da es in der Hauptsaison arg schwer ist, ein relativ preiswertes Quartier in Ostseenähe zu bekommen, raten wir, bei den Jugendherbergen nachzufragen. Wir haben damit gute Erfahrungen gemacht. Nähere Infos findet Ihr unter www.djh.de

3. Tag – mit der Autofähre geht es ab Stahlbrode auf die Insel Rügen. Die Übersetzung dauert nicht lange, aber es weht einem schon mal eine kräftige Brise um die Nase. Wir als erstes von der Fähre runter, sind eben doch flexibler als so ne Familienkutsche auf 4 Rädern … oder anders gesagt – Highländer – es kann nur einen geben ;o)Schloß auf Rügen Da wir Karten für die Stoertebeker-Festspiele haben, wollen wir natürlich auch möglichst gleich neben dem Geschehen nen Quartier finden. Nachdem wir die ganze Liste der Übernachtungsanbieter abtelefoniert hatten doch noch nen Treffer. Eine schöne Dachgeschoßwohnung mit allem drum und dran für sage und schreibe 30 Euro die Nacht *freu. Und das alles nur 2 km vom Stoertebeker-Geschehen weg. Wir sind wohl echte Sonntagskinder?!?

Und das Highlight – Stoertebeker. Jedes Jahr wird eine andere Geschichte aus erzählt. Die nächste Spielsaison ist vom 25.06. – 10.09.2005. Die preiswerteste Karte kostet 12 Euro. Man sitzt zwar ziemlich weit oben, hat aber trotzdem einen super Blick über die gesamte Naturbühne mit direktem Blick auf den Jasmunder Bodden. Abschluß jeder Vorstellung ist ein Feuerwerk über dem "großen Jasmunder Bodden", das den Besuch vollkommen zu einem unvergesslichem Erlebnis werden lässt. Konkrete Infos findet Ihr unter www.stoertebeker.de

Rügen hat aber noch mehr zu bieten z.B. den Schmetterlings-Park in Sassnitz. Für alle Fotofans ein Muß. Man kommt rein, wird von einer tropischen Hitze empfangen und schon sitzen die ersten Schmetterlinge einem auf der Nase. Kunterbunte exotische Vielfalt – der größte Schmetterling der Welt, der Atlas-Seidenspinner mit einer Flügelspannweite um 30 cm lässt sich in Ruhe betrachten. Schaut mal rein, auch unter www.alaris-schmetterlingspark.de

Wissower Klinken Zum berühmten Kreidefelsen zieht es alle Touris, leider ist die Zufahrt für sämtliche Fahrzeuge- außer Zubringer-Busse- gesperrt. Da wir aber keine Lust haben, das Motorrad abzustellen und uns für die Fahrt zum dorthin zu Sardinen zerquetschen zu lassen, fahren wir weiter zu den Wittower Klinken über eine mehr als holprige Straße, aber Dank unserer Enduro können wir auch mal etwas von der Huckelpiste in den Wald ausweichen. Der Weg lohnt sich aber auf jeden Fall – entschädigt wird man anschließend mit einem herrlichen Blick auf die Wittower Klinken, einer Kreidefelsformation. Wegen des blauen Himmels hatte das Wasser eine wunderschöne grüne Farbe. Die Felsen sahen genauso faszinierend aus, wie auf dem Gemälde von Caspar David Friedrich.

Natürlich darf auch Kap Arkona, das Nordkap Deutschlands, dessen unverwechselbares Landschaftsbild durch das weite Meer, durch Steilufer und Stürme sowie durch eine charakteristische Küstenvegetation geprägt wurde, nicht fehlen, genauso wenig wie die imposanten Überreste des Walls der legendären Tempelburg Arkona, die historische Leuchtfeueranlage mit dem Schinkelleuchtturm und das idyllische Fischerdorf Witt. Kap Arkona und die nähere Umgebung ist verkehrsberuhigte Zone – also Bike abstellen und auch mal nen paar Schritte zu Fuß gehen, wird Euch schon nicht schaden ;o)

Nach einer letzten Übernachtung in „unserer“ schönen Dachwohnung geht es über Altefähr mit der Fähre nach Stralsund und dann über die B105 weiter bis Löbnitz. Dann in Richtung Richtung Barth/Zingst rechts weg auf den Darß (ist aber auch alles ausgeschildert). Der Darß ist meiner Meinung nach "Deutschlands schönste Halbinsel" mit sehr unterschiedlicher Landschaft. Einerseits schöne, endlose Sandstrände und andererseits Steilufer zwischen Ahrenshoop und Wustrow. Rein fahrtechnisch gibt es hier nur wenige, überschaubare Straßen – man kann sich einfach nicht verfahren;o)

Die Prerowbucht mit ihrem feinsten und schneeweißen Sand, ist wohl einer der schönsten Strände. Man kann auch fast bis an den Strand fahren – in Prerow immer Richtung Zeltplatz dann fahren.

Die Nordspitze des Darß, genannt "Darßer Ort", mit dem Leuchtturm ist ein beliebtes Ausflugsziel. 35 m hoch und 1848 fertiggestellt ist er der älteste in Betrieb befindliche Leuchtturm entlang der deutschen Ostseeküste. Sein Feuer in 32 m Höhe scheint 17 Seemeilen weit. Eine Turmbesteigung lohnt sich wegen des grandiosen Ausblickes u.a. auf den Naturraum am Darßer Ort und den Schiffsverkehr.

Bevor es wieder gen Heimat geht, noch einen Tag Badeurlaub rangehängt und wie soll es anders sein, nachdem man in der Mittagssonne am Strand einpennt - nen schönen Sonnenbrand am FKK abgefaßt ;o))


Rückfahrt sozusagen fast quer „Feldein“ über kleine Dorfstraßen auf die B 194 über Demmin bis Stavenhagen, auf die B 104 Richtung Neubrandenburg, dort auf die B 96 wieder nach Berlin zurück. Die Rücktour haben wir von der Ostsee mit nur einer Kaffee-/Rauchpause gemacht – mir tat danach ganz schön der Allerwerteste weh ;o)



Die gesamte Strecke ist nicht sehr kurvenreich, aber eben sehenswert wegen der teilweise echt super schönen Landschaft. Wir haben die Tour in 6 Tagen gemacht, uns aber auch ne Menge Zeit gelassen – schließlich will man den „kinderlosen“ Urlaub auch mal genießen *fg.








Wir wünschen euch viel Spaß beim Nachfahren

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Publiziert am: 2005-10-13 (2259 mal gelesen)

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